Tattoo entfernen lassen: Laser, Kosten, Grenzen

Die Entfernung ist aufwendiger als das Stechen. Was realistisch geht und was nicht.

Wie die Laserentfernung funktioniert

Kurze, sehr energiereiche Lichtimpulse zerschlagen die Pigmentpartikel in kleinere Bruchstücke. Diese werden anschließend über das Lymphsystem abtransportiert.

Weil pro Sitzung nur ein Teil der Partikel erfasst wird, sind mehrere Behandlungen nötig. Zwischen den Terminen liegen üblicherweise mehrere Wochen, damit der Abtransport ablaufen kann.

Die Zahl der nötigen Sitzungen hängt von Farbe, Alter, Tiefe und Menge des Pigments ab und lässt sich vorab nur schätzen.

Was gut geht und was nicht

Schwarz lässt sich am zuverlässigsten entfernen, weil es das Laserlicht über das gesamte Spektrum absorbiert.

Grün, Blau und vor allem Gelb und Weiß sind deutlich schwieriger. Helle Pigmente können sich unter Laserenergie sogar verdunkeln.

Ältere, verblasste Arbeiten reagieren meist besser als frische, dicht gepackte. Blackout-Flächen sind der schwierigste Fall.

Alternative Cover-up

Statt vollständiger Entfernung reicht oft eine Aufhellung über wenige Lasersitzungen, damit ein neues Motiv genug Gestaltungsfreiheit hat.

Das spart Zeit und Kosten gegenüber der kompletten Entfernung. Zwischen letzter Laserbehandlung und Cover-up sollte die Haut mehrere Wochen ruhen.

Ein Cover-up muss größer und dunkler ausfallen als die alte Arbeit. Wer das nicht akzeptieren will, kommt um die Entfernung nicht herum.

Wo behandeln lassen

Laserbehandlungen an der Haut gehören in fachkundige Hände. Für die medizinische Einordnung, Risiken und Eignung im Einzelfall ist eine dermatologische Beratung der richtige Weg.

Lass dich vorab über realistische Ergebnisse aufklären. Vollständige, spurlose Entfernung ist nicht in jedem Fall erreichbar.

Rechne mit deutlich höheren Gesamtkosten als beim ursprünglichen Stechen, weil viele Sitzungen anfallen.

Häufige Fragen

Tut die Laserentfernung weh?

Sie wird von den meisten als unangenehmer empfunden als das Stechen, dauert pro Sitzung aber deutlich kürzer.

Bleiben Narben zurück?

Bei sachgerechter Behandlung und Nachsorge ist das Risiko gering, aber nicht ausgeschlossen. Das gehört in die ärztliche Aufklärung.

Wie viele Sitzungen brauche ich?

Das hängt stark vom Einzelfall ab. Eine belastbare Einschätzung gibt es erst nach persönlicher Begutachtung.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Die Entfernung aus rein ästhetischen Gründen ist in der Regel Selbstzahlerleistung.

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