Was ein Tattoo kostet und wie sich der Preis zusammensetzt

Preise unterscheiden sich stark nach Region, Stil und Erfahrung. Wer versteht, woraus sich der Preis ergibt, kann Angebote sinnvoll vergleichen.

Die drei Abrechnungsmodelle

Der Mindestpreis deckt alles ab, was auch bei einem winzigen Motiv anfällt: Vorbereitung, Material, Hygiene, Nachbereitung. Er ist bei kleinen Arbeiten fast immer der ausschlaggebende Preis.

Der Stundensatz ist die häufigste Form bei mittleren Motiven. Er schwankt regional erheblich und hängt stark von Erfahrung und Nachfrage ab. Frag nach, ob Vorbereitungszeit und Pausen mitgerechnet werden.

Der Tagessatz kommt bei großen Projekten zum Einsatz und ist für beide Seiten planbarer. Er lohnt sich, wenn ohnehin mehrere Stunden am Stück gearbeitet wird.

Was den Preis nach oben treibt

Detaildichte kostet Zeit, und Zeit ist der eigentliche Preisfaktor. Ein flächiges Blackwork-Motiv derselben Größe ist deutlich günstiger als ein fotorealistisches Porträt.

Schwierige Körperstellen wie Rippen, Hände oder Ellenbogen brauchen mehr Zeit und mehr Konzentration. Manche Studios berechnen dafür einen Aufschlag.

Cover-ups sind aufwendiger als freie Arbeiten, weil die alte Zeichnung die Gestaltung einschränkt und oft mehr Farbe nötig ist.

Woran du nicht sparen solltest

Ein auffällig günstiges Angebot ist fast immer ein Hinweis auf fehlende Erfahrung oder gespartes Material. Die Korrektur einer misslungenen Arbeit kostet regelmäßig ein Vielfaches des ursprünglichen Preises.

Rechne die Nachsorge mit ein: Pflegeprodukt, gegebenenfalls eine Nachbesserung, und bei großen Arbeiten mehrere Anfahrten.

Klär die Anzahlung vorher schriftlich. Wie hoch sie ist, ob sie verrechnet wird und was bei einer Absage passiert, gehört vor die Zahlung, nicht danach.

Preise vergleichen ohne Preisliste

Die wenigsten Studios veröffentlichen vollständige Preislisten, weil jedes Motiv anders ist. Sinnvoll vergleichen lässt sich trotzdem: Beschreib dein Motiv mit Größe in Zentimetern, Stil und Körperstelle und frag nach einer Spanne.

Vergleich nicht nur den Stundensatz, sondern auch die geschätzte Stundenzahl. Ein erfahrener Tätowierer mit höherem Satz kann in Summe günstiger sein, weil er schneller und sicherer arbeitet.

Bring ein Budget mit ins Beratungsgespräch. Gute Studios sagen dir ehrlich, ob das Motiv dafür realistisch ist, oder schlagen eine kleinere Umsetzung vor.

Häufige Fragen

Ist Trinkgeld üblich?

In der Branche ist Trinkgeld verbreitet, aber keine Pflicht. Üblich sind etwa zehn Prozent bei Zufriedenheit.

Warum sind Farbtattoos oft teurer?

Farbarbeiten brauchen mehr Durchgänge pro Fläche und mehr Material. Außerdem ist die Farbabstimmung zeitaufwendiger.

Kann ich in Raten zahlen?

Bei großen Projekten mit mehreren Sitzungen wird ohnehin pro Termin abgerechnet. Eine echte Ratenzahlung bieten nur wenige Studios an.

Ist eine Nachbesserung kostenlos?

Das regelt jedes Studio selbst. Häufig ist eine einmalige Nachbesserung enthalten, wenn die Nachsorge eingehalten wurde.

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